Wo finden wir ein Gefühl von immatierieller universeller Sicherheit in einer matieriellen Welt? In meinem Werk „Warming yellow“ wird eine Frau von Abendsonne angestrahlt, wir sehen die Sonne allerdings nur indirekt, wie sie sich im Inneren der Frau wider spiegelt. Diese „innere Sonne“ visualisiert einen dieser scheinbar kleinen und flüchtigen Momente von Zugehörigkeit und Sicherheit.

Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zu Wettbewerben: ich weiß, dass in der Kunstwelt vieles über Wettbewerbe, Ausschreibungen und Stipendien läuft, weil es eine oftmals notwendige Einnahmequelle für eine zu oft zu schlecht bezahlte Künstlerexistenz darstellt und natürlich eine verlockende Möglichkeit ist, Anerkennung zu bekommen, auch wenn es bei meistens sehr hohen Teilnehmerzahlen oft frustran verläuft. Ich probiere es trotzdem immer mal wieder ganz gerne (vorausgesetzt ich habe bereits ein Werk, das zur Ausschreibung passt und die Anmeldegebühr ist nicht zu hoch ;D) und freue mich natürlich sehr, wenn ein Werk bei der Jury auf Resonanz stößt.
Als ich die Ausschreibung mit dem Thema „Sonne“ gelesen habe, ist mir gleich dieses Bild eingefallen . Es wird einen Monat in einer schweizer Gallerie digital ausgestellt und auf der Internetseite des Contests veröffentlicht.